Schafskot, insbesondere von Quessant-Schafen oder Skudden, ist ein wertvoller organischer Dünger, der reich an Nährstoffen ist und für die Bodenverbesserung verwendet werden kann. Die spezifischen Nährstoffgehalte können je nach Diät, Haltungsbedingungen und Rasse der Schafe variieren, grundsätzlich gelten diese allgemeinen Informationen zur durchschnittlichen Zusammensetzung und Vorteile von Schafskot als Dünger:
- Stickstoff (N): Schafskot ist eine gute Stickstoffquelle. Stickstoff ist entscheidend für das Pflanzenwachstum, insbesondere für die Entwicklung von Blättern und Stängeln. Schafskot hat tendenziell einen höheren Stickstoffgehalt als andere Arten von Viehdung, einschließlich Rinder- und Pferdemist.
- Phosphor (P): Phosphor ist wichtig für die Entwicklung von Wurzeln und Blüten. Schafskot enthält in der Regel auch einen angemessenen Anteil an Phosphor, was ihn zu einer nützlichen Komponente für die Blüten- und Fruchtbildung macht.
- Kalium (K): Kalium fördert die allgemeine Pflanzengesundheit, einschließlich der Krankheitsresistenz und der Fruchtqualität. Schafskot enthält Kalium, aber in der Regel in geringeren Mengen als Stickstoff und Phosphor.
- Mikronährstoffe: Neben den Hauptnährstoffen enthält Schafskot auch eine Reihe von Mikronährstoffen, die für das Pflanzenwachstum wichtig sind.
- Bodenverbesserung: Wie andere Arten von Tierdung trägt Schafskot zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Er erhöht die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens und fördert die Aktivität von Mikroorganismen, was für eine gesunde Bodenökologie wichtig ist.
- Anwendung: Schafskot ist in der Regel weniger „heiß“ als Hühner- oder Taubenkot, was bedeutet, dass er weniger wahrscheinlich Pflanzen verbrennt, wenn er frisch angewendet wird. Trotzdem wird oft empfohlen, Schafskot vor der Anwendung kompostieren zu lassen, besonders bei empfindlichen Pflanzen.
- Spezifika von Quessant und Skudden: Diese beiden Schafsrassen sind kleiner und haben ein etwas anderes Fressverhalten als größere Schafsrassen. Die natürliche Pelletgröße der kleinen Rassen lassen sich besser einbringen und dosieren
Schafskot ist also insgesamt ein effektiver, nährstoffreicher organischer Dünger, der zur Verbesserung der Bodenqualität und zur Förderung des Pflanzenwachstums beiträgt.
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moin moin,
kann man den Schafskot auch als Flüssigdünger einsetzen?
HG
nj
Hallo Niels-Jens,
Vielen Dank für deine Frage – sie taucht tatsächlich immer wieder auf, weil Naturdünger sehr beliebt sind und viele Menschen nach praktischen Alternativen zu synthetischen Flüssigdüngern suchen.
Grundsätzlich kann man aus Schafskot einen Flüssigdünger herstellen, etwa indem man ihn in Wasser einweicht und einige Tage ziehen lässt (häufig „Jauche“ genannt). Allerdings ist diese Form der Nutzung aus mehreren Gründen nicht die beste Wahl:
Fester Dünger wirkt nachhaltiger
Schafskot ist ein hervorragender organischer Dünger – vor allem, wenn er fest ausgebracht wird. Die Nährstoffe gelangen direkt in den Boden, wo Bodenleben und Pflanzenwurzeln sie gut aufnehmen können. Flüssigdünger wirkt dagegen immer nur kurzfristig und kann die Bodenstruktur nicht verbessern.
Blattdüngung ist begrenzt wirksam
Flüssigdünger gelangt meist über die Blätter an die Pflanze. Das funktioniert, aber nur begrenzt – die Pflanze nimmt einen Teil tatsächlich auf, der Rest verpufft oder trocknet ab. Der eigentliche Nährstoffeintrag findet langfristig über die Wurzeln statt.
Die „Verflüssigung“ ist aufwändig und führt zu Verlusten
Wenn man festen Kot in Wasser löst, wird ein Teil der wertvollen Inhaltsstoffe verdünnt oder geht durch Abbauprozesse verloren. Zudem entsteht eine Jauche, die unangenehm riechen und im falschen Mischungsverhältnis schnell zu stark oder zu schwach sein kann.
Fazit:
Schafskot ist ein toller Dünger – am besten in seiner natürlichen, festen Form. Wer trotzdem einen organischen Flüssigdünger ausprobieren möchte, kann eine stark verdünnte „Schafskot-Jauche“ ansetzen, sollte aber wissen, dass sie im Vergleich zur festen Ausbringung weniger effektiv ist und mehr Aufwand bedeutet.